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Wie fühlt sich Hypnose an?

Für viele Menschen fühlt sich die Hypnose angenehm vertraut und vollkommen natürlich an. Die meisten Hypnotisanden entspannen sich (je nach Anwendungsgebiet) auf körperlicher und/oder geistiger Ebene. Sie können so in kürzester Zeit neue Lebensenergie und Kraft tanken.
Die hypnotische Trance wird häufig als „dritter Bewusstseinszustand“ beschrieben, da sie weder Schlaf noch schlafähnlicher Zustand ist, sich aber vom normalen Wachzustand deutlich unterscheidet.

Subjektive Veränderungen während einer Hypnosesitzung:

  • Verminderte allgemeine Aufmerksamkeit
  • Fokussierung der Aufmerksamkeit auf Hypnotiseur
  • Veränderte Körper- und Zeitwahrnehmung
  • Gesteigertes Vorstellungsvermögen
  • erhöhte Suggestibilität

Was beinhaltet die Hypnose?

Üblicherweise kombiniert sie einen Trance-Zustand mit Suggestionen, die an die Situation angepasst werden. Ausserhalb der Hypnose können Trance und Suggestionen auch im Alltag auftreten. So führt eine monotone, über längere Zeit ausgeführte Tätigkeit häufig in einen tranceähnlichen Zustand - Sport, Autofahren oder auch berufliche Aktivitäten.
Suggestionen dagegen treffen wir auch fast überall in unserem Alltag an: Werbebotschaften, politische und religiöse Rhetorik und Kommunikation im Allgemeinen funktionieren oft durch Suggestion.

Vorurteile gegenüber der Hypnose

Einige der typischen, jedoch überholten Vorurteile sind:

  • „Hypnose ist eine ‚magische‘ Eigenschaft weniger Personen.“
  • „Der Erfolg einer Sitzung hängt ausschliesslich von den Fähigkeiten des Hypnotiseurs ab.“
  • „An die eigentliche Hypnose kann sich der Hypnotisand nicht erinnern.“
  • „Nur besonders leichtgläubige und geistig ‚schwache‘ Personen können hypnotisiert werden.“
  • „Der Hypnotisand erzählt oder vollbringt unter Hypnose Dinge, welche er bei vollem Bewusstsein nie sagen oder tun würde.“
  • „Hypnose kann zur Anstiftung von Verbrechen angewendet werden.“
  • „Eine tiefe Trance ist immer besser als eine leichte.“

Diese Vorurteile sind zwar bereits seit längerer Zeit durch Versuche und Forschungen widerlegt, doch geistern sie immer noch durch die Köpfe vieler Menschen.

Anwendungsgebiete

Grundsätzlich lassen sie sich in zwei Kategorien unterscheiden:

Einerseits die medizinischen Möglichkeiten wie:

  • Schmerzabschaltung und Narkosen
  • Hilfe bei Phobien, Ängsten und weiteren psychischen Störungen
  • Rückführungstherapien

Anderseits die nicht-medizinischen Anwendungen wie:

  • körperliche und/oder geistige Entspannung
  • Rauchentwöhnung
  • Gewichtsreduktion
  • Steigerung des Selbstbewusstseins und der Selbstwahrnehmung
  • Rückführungen zur Selbsterfahrung